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Europäischer Solidaritätskorps – Praxisbericht  

FreiwilligenArbeit

Ein Einblick

In regelmäßigen Abständen stellen wir hier unsere Freiwilligen vor und lassen sie dabei selbst zu Worte kommen. 

Lerne Anna Hönig kennen

Anna Hönig hat sich entschlossen, den Schritt zu wagen, ein neues Land zu erkunden. Durch Freiwilligenarbeit sammelt sie nun praktische Erfahrungen.

In ihrer Berichtserstattung wird ersichtlich, wie internationale Freiwilligenarbeit Neugier in echte Fähigkeiten verwandeln kann – von der Arbeit mit Kindern im Klassenzimmer über die Leitung eigener Sprachclubs bis hin zur Integration in eine lokale Gemeinschaft.

Mittels ihrer Erzählung zur Reise nach Nachod (im Nordosten Tschechiens) wird greifbar gemacht, worum es beim Europäischen Solidaritätskorps (ESK) wirklich geht: Lernen durch Handeln, Kulturen teilen, über die eigene Komfortzone hinauswachsen.

„Hallo, ich bin Anna aus Deutschland und arbeite von Februar bis Juni für fünf Monate als Freiwillige in Nachod. Bevor ich hierherkam, habe ich im letzten Sommer mein Abitur gemacht und vier Monate lang in einem produzierenden Unternehmen gearbeitet, um Geld zu verdienen. Ich bin hier, weil ich das Reisen mit dem Sammeln von Erfahrungen im Unterricht verbinden möchte, bevor ich mein Studium beginne.

In der Schule unterstütze ich die Lehrer während des Unterrichts und bereite Aktivitäten wie Spiele oder Präsentationen für den Englisch- und Deutschunterricht vor. Durch diese Arbeit lerne ich mehr darüber, wie man Kreativität am besten vermittelt und wie man Dinge anders erklärt, damit die Schüler:innen sie besser verstehen können.

Bei Déčko, unserer Organisation, leite ich selbstständig einige Englisch- und Deutsch-Sprachclubs. Das bedeutet, dass ich Spiele und Themen vorbereite, mit denen die Schüler spielen und über die sie sprechen können, um ihnen zu helfen, die Sprache effektiver zu lernen. Wir bereiten auch Dinge für die Veranstaltungen der Organisation vor und nehmen an Veranstaltungen teil, die hauptsächlich für Kinder, aber auch für Gleichaltrige gedacht sind.

Ich bin hierhergekommen, um neue Erfahrungen zu sammeln und die Lebensweise anderer Menschen sowie anderer Kulturen kennenzulernen.“


Internationale Freiwilligenarbeit – ein europäisches Programm

Die Arbeit mit internationalen Freiwilligen ist ein spannender Teil der Tätigkeit der pewobe g GmbH in Frankfurt (Oder) als unterstützende Organisation. Das europäische Programm bietet jungen Menschen im Alter von 18 bis 30 Jahren die Möglichkeit, im Ausland Freiwilligenarbeit zu leisten, dabei neue Kulturen kennenzulernen und durch sinnvolle gemeinnützige Arbeit neue Fähigkeiten zu entwickeln. Gleichzeitig entsteht ein starkes Netzwerk von Organisationen in ganz Europa. Die Freiwilligen werden durch die vielfältigen Organisationen während ihres gesamten Einsatzes unterstützt, begleitet, angeleitet und gestärkt.

Die Aufgaben als begleitende Organisation

Als begleitende Organisation ist es die Aufgabe der pewobe g GmbH, die ihr anvertrauten Freiwilligen vor ihrer Abreise vorzubereiten, während ihres Projekts mit ihnen in Kontakt zu bleiben und ihnen dabei zu helfen, ihre Lernerfahrungen zu reflektieren. Wir arbeiten eng mit den aufnehmenden Organisationen zusammen, um sicherzustellen, dass sich jede:r Freiwillige sicher, unterstützt, nützlich und motiviert fühlt.

Persönliche und berufliche Weiterentwicklung – wir unterstützen und begleiten

Bei der Entsendung von Freiwilligen ins Ausland geht es nicht nur um das Reisen, sondern um persönliche und berufliche Weiterentwicklung, interkulturellen Austausch. Nicht zuletzt wird durch ihr Schaffen vor Ort eine echte Wirkung in lokalen Gemeinschaften erzielt.

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Freiwilligenarbeit bei GreenLink – pewobe macht mit 

Projektstart 

Das EU-Projekt „GreenLink: Youth Empowerment for Sustainable European Cities“ startete am 1. Januar 2026. Die auf 18 Monate angelegte Initiative bringt 11 Städte aus 10 EU-Ländern zusammen, um die Bürgerbeteiligung junger Menschen zu stärken und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu fördern. 

Was ist das Ziel des Projekts?

Der Schwerpunkt liegt auf der Stärkung eines langfristigen lokalen Freiwilligenmanagements, das junge Menschen – insbesondere solche mit geringeren Chancen (NEETs, Angehörige ethnischer oder sprachlicher Minderheiten sowie die LGBTQ+-Community) – aktiv in das demokratische Leben einbindet. 

Praxis statt Theorie 

Anstatt Umwelt- oder Menschenrechtsfragen rein theoretisch zu behandeln, konzentriert sich das GreenLink-Projekt auf partizipatives Engagement. In ganz Europa werden über 100 junge Freiwillige mindestens sechs Monate lang an gemeinnützigen Aktivitäten teilnehmen, um große lokale Veranstaltungen mit insgesamt rund 3.000 Teilnehmenden zu organisieren. 

Zusammenarbeit 

In der Doppelstadt an der Oder konzentriert sich GreenLink darauf, durch gemeinsames Engagement die historische und sprachliche Kluft zu überbrücken. Die Stadt Frankfurt (Oder) fungiert als Projektpartner, während die Gemeinde Słubice als assoziierter Partner eng in die Umsetzung eingebunden ist. 

Als Projektpartnerin wird die pewobe gGmbH sich aktiv mit einbringen. Vor allem unsere Freiwilligen Mitarbeitenden und Mitglieder des Kompetenzteams werden die geplanten Aktionen zielführend unterstützen.  


Die Aktivitäten in der Region gliedern sich in zwei zentrale Arbeitspakete:
  1. „Leben am Fluss – Ökologie und Inklusion über Grenzen hinweg – 5. Frankfurter-Słubicer Bürgerpicknick am Europatag, 9. Mai 2026“:  

Freiwillige aus Deutschland und Polen werden gemeinsam Flussreinigungsaktionen, Öko-Workshops zu Biodiversität und Nachhaltigkeit sowie öffentliche Debatten zur Beteiligung junger Menschen am städtischen Leben organisieren. Ziel ist es, die Oder nicht als Grenze, sondern als gemeinsamen europäischen Raum zu betrachten. 


2. Für 2027 ist zudem eine Projektaktivität geplant, die gemeinsam mit Freiwilligen und Jugendlichen konzipiert und durchgeführt wird.